Safran heilt

Der echte Safran kommt in Kleinasien sowie in Süd- und Mitteleuropa vor. Es ist ein Schwertliliengewächs, das im September und Oktober seine Blüten zeigt. Für medizinische Zwecke werden die Narbenschenkel verwendet. Safran beinhaltet Bitterstoffe, Crocine und ätherisches Öl. Heilwirkungen ergeben sich bei Menstrualstörungen, Gebärmutterblutungen, nervöse Störungen, Reizerscheinungen und Hysterie.

Ursprünglich war der echte Safran im Orient angesiedelt, doch bald entdeckte die Schweiz, Lothringen und Österreich die Heilkraft des Safrans und baute ihn an der Donau an. Die Pflanze entwickelt sich aus einer Zwiebelknolle mit einem Durchmesser von 2-4cm. Aus der Knolle entstehen mehrere Blütenknospen, die trichterförmige Blüten hervorbringen. Die fadenförmigen Narben erscheinen in verschiedenen orangeroten Farben. Für ein Kilogramm trockenen Safran werden rund 200.000 Blüten benötigt. Damit steht der Safran preislich gesehen hoch im Kurs. Es wird vor gefälschtem Safran gewarnt. Da die Heilwirkung des Safrans überall auf der Welt ebenso bekannt ist wie der hohe Preis, kann es in bestimmten Gegenden vorkommen, dass echter Safran nicht wirklich Safran ist.

Eigentlich ist der Safran giftig, doch richtig dosiert hat er eine ausgezeichnete Wirkung auf das zentrale Nervensystem und die Geschlechtsteile. Gleichzeitig wirkt Safran auf krampfartige Erscheinungen wie Delirien, Sehstörungen, Stimmungswechsel, Muskelzuckungen und Lidkrämpfe. In der Homöopathie spielt Safran eine bedeutende Rolle in der Herstellung der Tinkturen bis zur Verdünnung D6. Sehr gute Wirkungen erhebt Safran bei Nasenblutungen und Depressionen. Als Beruhigungsmittel ist Safran wünschenswert.

Die Wirkstoffe finden sich in den Narbenschenkeln. Die Crocine stellen Verbindungen zu Zucker und Carotinoidfarbstoffen her. Hier erkannte man eine Wirkung auf die Sexualfunktionen. Die Picrocrocine gelten zudem als Befruchtungs- und Determinierungsstoffe. In der Wurzelknolle fanden Wissenschaftler das Saponin.

Im Mittelalter wurde Safran oftmals zu Abtreibungen verwandt. Hier kamen jedoch einige Vergiftungen zustande, da eine Überdosis benutzt wurde. Für einen Erwachsenen können bereits wenige Gramm echten Safrans tödlich wirken. Safran ist nicht nur eine Heilpflanze, sondern auch eine Droge, wird sie in der Dosierung übermäßig beansprucht.